Wie verdienen Banken eigentlich ihr Geld? Wie schafft es die Deutsche Bank zum Beispiel in einem Quartal 40% Eigen-kapitalrendite zu erwirtschaften? Und warum legen ihre Kunden immernoch treu ihr Geld auf das Sparbuch, obwohl sie doch dadurch permament an Kaufkraft verlieren? | g | ![]() | g |
Wir möchten hier nicht ausführlich das komplexe Thema der Bankenwirtschaft darstellen, sondern lediglich einige Grundprinzipien aufzeigen, die Sie auch verstehen sollen, wenn Sie sich in ihrer Freizeit nicht permanent mit der Finanzwelt auseinandersetzen (möchten). Ein System, durch das die Banken in großem Stil von Kundengeldern profitieren, während sich die Anleger selbst mit kleinen Zinssätzen zufrieden geben müssen - und somit ihr Sparziel in den meisten Fällen schon rein rechnerisch gar nicht erreichen können. Ein System, das jedoch Sie und jeder andere nur durch ein wenig Nachdenken, Nachvollziehen und Handeln aushebeln können. | g |
Banken sind Händler, genauer gesagt: Geldhändler. Sie leihen sich von ihren Kunden Geld (über deren Spareinlagen) und erwirtschaften damit deutlich mehr, als sie den Kunden als "Leihgebühr" (Zinsen) bezahlen. Dabei haben sie vor allem folgende Möglichkeiten: | g |
1. Das Kreditgeschäft Der Anleger überlässt sein Kapital der Bank zum Beispiel als Tagesgeld, Sparbrief, Zertifikat oder auf dem Sparbuch. Dafür zahlt ihm die Bank einen aus ihrer Sicht günstigen Zinssatz. Dieses von den einen Kunden geliehene Kapital verleiht sie dann an andere Kunden, die ein Darlehen brauchen, wobei sie die Zinssätze für den Verleih deutlich höher ansetzt. Die Differenz dieser beiden Zinssätze (abzüglich der Kosten etc.) ist der Gewinn der Bank. Kapital, das von Kunden jedoch unter 5% anlegt wird, führt abzüglich Steuern und Inflation zu einem tatsächlichen Verlust beim Anleger. |
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2. Eigene Investitionen der Bank Genau wie oben bedient sich die Bank der Gelder, die ihre Kunden ihr zu einem günstigen Zinssatz überlassen (Festgeld, Sparbuch etc.). Diese legt sie dann in Produkten mit deutlich höheren Gewinnaussichten an. Zum Beispiel investieren viele Banken, Versicherungen und Pensionsfonds einen Teil ihres Kapitals in Private Equity, eine Anlageklasse, die langfristig in den letzten 50 Jahren durchschnittlich 16% erwirtschaftet hat. Oder in Hedgefonds, die in steigenden sowie auch fallenden oder sich seitwärts bewegenden Märkten hohe zweistellige Gewinne machen können. Oder ganz einfach in Aktien bzw. Aktienfonds, wodurch sie dann neben Kurssteigerungen auch von den Gewinnausschüttungen der Unternehmen profitieren können. Und genau wie beim Kreditgeschäft ist die Differenz zwischen dem Zinssatz, den sie ihren Kunden für das zur Verfügung gestellte Geld bezahlen, und der Rendite, die sie mit ihren eigenen Investitionen erwirtschaften, abzüglich ihrer Kosten der Gewinn der Bank. Dem gegenüber stehen wiederum die Menschen, die für sich noch nicht nachvollzogen haben, dass das Kapital, welches sie unter 5% anlegen, abzüglich Steuern und Inflation zum Verlust beim Anleger führt. |
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"Hin und her macht Taschen leer" lautet ein allseits bekannter Spruch in der Finanzbranche. Wessen Taschen? Die des Anlegers natürlich. Wessen Taschen aber macht häufiges Umschichten dann voll? ...natürlich! Wie kommt es dazu? Grundsätzlich fallen bei jedem Neukauf von Anteilen Abschlusskosten an und/oder die Bank bekommt eine Service-Gebühr für die durchgeführten Umschichtungen. Es liegt also im Interesse der Bank oder des Verwalters, das Depot in Bewegung zu halten und ihre Kunden öfter mal auf neue Produkte und Umschichtungen anzusprechen... Eine langfristige Strategie zum Vermögensaufbau kommt dabei erfahrungsgemäß selten zu Stande. Werden dann noch mittelmäßige oder schlechte Produkte aus dem eigenen Banken-Konzern in das Depot aufgenommen, anstatt zum Beispiel nach einem Marktvergleich die (historisch) besten Investments zu empfehlen, kommt es zu einer doppelten Belastung für das Kundendepot: eine schlechte Entwicklung der Investments plus Kosten für (häufige) Umschichtungen. Dass bei Banken die Forcierung konzerneigener Produkte, egal ob sie für den Kunden Sinn machen oder nicht, Gang und Gebe zu sein scheint, dürften auch die Letzten in den Jahren 2007 und 2008 erfahren haben, als Bankangestellte vom Schalter bis zur Chef-Etage der Presse gegenüber auspackten und beschrieben, unter welchem Druck sie beim Verkauf ihrer Produkte stehen und wie sehr sie das psychisch belastet. (Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich zum Beispiel hier schlau machen: http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/bankberater-packen-aus-ich-habe-sie-betrogen-264071/.) | |
Warum finden wir uns also mit solchen mageren Zinssätzen ab, obwohl wir doch alle bestens wissen, welche Woge von Altersarmut dank unserer leeren Rentenkassen auf uns zurollt und es sich die meisten gar nicht leisten können, ihr Kapital für "Negativ-Gewinn" anzulegen? Warum strömen die Massen nicht in die Anlageklasen, derer sich Banken und Versicherungen bedienen? Antwort: Wir werden schlichtweg nicht objektiv über diese Möglichkeiten aufgeklärt - jedenfalls nicht von den Massenmedien. Stattdessen geistern immer wieder Warnungen und oftmals schlecht recherchierte, pauschalisierende und polemisierende Beiträge durch die Presse. Über die "Heuschrecke Private Equity", über die "Heuschrecke Hedgefonds", über die gierigen und unmoralischen Fondsmanager, von denen man bis vor der Finanzkrise den Eindruck hatte, es gäbe sie nur als Köpfe dieser Fonds. Das Resultat ist (und unserer Meinung auch oftmals Ziel), dass die meisten Anleger sich logischerweise völlig verunsichert fühlen. Wie soll denn auch jemand, der sich nicht intensiv mit diesem Bereich des Marktes beschäftigt, hierbei differenzieren können? Da das ganz und gar unmöglich ist, lässt man also lieber erschrocken die Finger davon und bleibt - ganz richtig! - doch bei seiner Bank. Diese profitiert jedoch lachend weiter von den "Heuschrecken"... | gg |
Welche Auswirkungen hätte es jedoch, wenn Sie Ihr Geld nicht zur Bank tragen würden, sondern selbst in die lukrativeren Anlageklassen der Banken, Versicherungen und Pensionsfonds investieren würden? Aus Sicht der Bank: Es gibt weniger Geldzufluss von Kunden, also kann auch nur weniger investiert werden. Daraus folgt: weniger Gewinn. Aus Sicht der Kunden: ihr Kapital wird zu 8 - 14% angelegt, wobei Steuern und Inflation locker ausgeglichen werden - sie machen tatsächlichen Gewinn. Logischerweise ist es nicht im Sinn der Banken, dass ihre Kunden in diese Richtung zu denken anfangen, denn die Gewinne der Banken werden grundsätzlich so lange genährt, wie Kunden durch ihre Einlagen der Bank Kapital günstig zur Verfügung stellen. Bei jeder Anlageentscheidung können Sie sich also in Zukunft selbst fragen: wem will ich ich den tatsächlichen Gewinn überlassen, mir selbst oder meiner Bank? | gg |
Unsere Kunden wissen, was alle Welt weiß: Geld regiert die Welt. Was die Negativpresse über alternative Anlageformen wie Private Equity und Hedgefonds betrifft, so können sie sich durchaus vorstellen, dass der eine oder andere (oder vielleicht noch viel mehr) Artikel ausschließlich dazu verfasst wurden, um die Angst der Privatanleger zu schüren und zu verhindern, dass diese selbst ihr Geld dort investieren. Unsere Kunden haben verstanden: sobald die Bank übersprungen wird und einfach direkt in diese alternativen Anlagen investiert wird, kann die wohlverdiente Rendite endlich auch beim Eigentümer des Kapitals, beim Anleger selbst, ankommen. Für unsere Kunden wird die Heuschrecke - wie bei Evonik - zur "Freuschrecke". b g | b | | g |


